27/05/08
Im letzen und auf die Zeit nach dem Studium vorbereitenden ZHDK-Modul ging es darum ein fiktiven Antrag für den Master einer Designforschungs-frage zu schreiben. Peter Gassner und ich [Mary-Anne Kockel] haben uns die Frage “Wie wirkt sich elektronisches interaktives Spielzeug in entwick-lungspsychologischer Hinsicht auf das Lernverhalten von Kindern aus?” gestellt und versucht einen möglichst realistischen Antrag zu verfassen. Das Resultat ist nach dem Feedback des begleitenden Dozenten wohl sehr gut und könnte in der Realität eine Genehmigung des Forschungsprojekts bewirken. Die Arbeit steht als PDF zum lesen zur Verfügung.
07/04/08


In meinem letzten Gestaltungsmodul an der ZHdK ging es um den Raum aus architektonischer Sicht, um Lichtwirkung, Wegführung und Materialeinfluss. Mit drei analytischen Arbeiten haben wir uns der Thematik genähert und in einem selbstbe-stimmten Bereich vertieft. Die erste Analyse ist eine Fotostrecke, die zu einem beidseitig bedrucktem Leporello gebunden, die Eindrücke der Seewürfel am Zürchersee reflektiert und Materialien, Wirkungen und Strukturen bildlich festhält. Das Bildkonzept spielt mit den gegenüber-liegenden Seiten, die jeweils Panorama und Detailaufnahmen vom gleichen Ort gegenüberstellt. Ausserdem bilden zwei Panoramafotos nebeneinander einen Wechsel der Ebenen des Geländes, die durch Treppen verdeutlicht werden. Die Detailbilder sind auf den Wechsel und das Spiel der Materialien zu- und untereinander ausgelegt. Die beiden Leporelloseiten (Aussen, Innen) sind gedruckt, gefaltet und geklebt.
Die zweite Vertiefung in die Thematik erfolgt durch eine Architekturbe-schreibung des Vorlesungshörsaal von Gigon und Guyer an der Universität Zürich. Die Auffälligkeiten sind bildlich festgehalten und der Essay gibt Aufschluss über die Wirkung der Materialien, des Lichtes und der Wände. Das Dokument besteht aus zwei Seiten, eine mit dem Deckblatt und den Bildern zum Aufklappen und die zweite mit dem Text, der in die “Mappe” eingelegt wird.
Die dritte und letzte Arbeit beschäftigt sich mit interaktiven Lichtpartituren als freistehende Installation oder auf Häuserfassaden. Im Detail geht es um die Art der Interaktion, also die Eingabe und Ausgabe von Information sowie die Aufhebung der eigentlichen Gebäudeform durch dynamisch-interaktive Lichtinstallationen. In dem tonlosen Video werden sechs Beispiele gezeigt, die je einen anderen Schwerpunkt haben. Die eigentliche Analyse ist in textlicher Form nachvollziehbar.
Die Originalarbeiten können jeweils über die verlinkten Dokumente angesehen werden.
02/02/07
Im Rahmen eines Theorieseminars an der HGKZ habe ich folgende Seminararbeit zum selbstgewählten Thema VJ Performance als Rauminszenierung geschrieben. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt weniger in der allgemeinen Erklärung der Thematik sondern in der Analyse eines Beispiels. Ich habe mir die Videocollage »Timber« von Hexstatic aus dem Jahre 1997 ausgesucht und unter die Lupe genommen.
Die Arbeit kann als Pdf heruntergeladen und das Video bei YouTube angeschaut werden.
01/02/07


Der Begriff des “Organischen” findet im Bereich der Gestaltung vielfältige Verwendung. Häufig wird zuerst das amorphe Aussehen eines Gegenstandes assoziiert, wie bei den weichen, fliessenden Linien der Formen und Dekorationen des Jugendstils, des biomorphen Designs der 1950er Jahre oder in jüngster Zeit der Blob-Architektur. Die grundlegendere organische Auffassung der Gestaltung, die auf einer Analyse von Prozessen und Strukturen der Natur basiert, weist eine wenig beachtete, jedoch hoch spannende Tradition auf und tritt heute vermehrt in den Fokus von theoretischen und insbesondere auch praktischen Auseinandersetzungen mit dem “Organischen”.
Das lange anhaltende antithetische Begreifen von “Natur” und “Technik” führte zu einem Missverständnis, welches “organisch” als Gegensatz zu “funktional” erscheinen liess. Beispielsweise ist die Aussage des Architekten Louis Sullivan “form follows function” oft als technokratisch missverstanden worden. Richtig kann sie hingegen im Kern als eine Übertragung von Naturgesetzmässigkeiten auf die Gestaltung begriffen werden. Heute ist die Bionik (oder auch Biomimetik) führend in einer solchen Übertragung von Natur auf Gestaltungsprozesse. In diesem Wissenschaftsbereich kooperieren Biologen mit Ingenieuren und Technikern und, insbesondere zur Umsetzung in gestalterische Lösungen, mit Designern, denen sich hiermit ein neues aufregendes Feld eröffnet.
Zum Thema organisches Design bei Sitzmöbeln haben Christian Siegrist und ich einen Vortrag über die Eames gehalten. Das dafür angefertigte Infosheet kann natürlich gern angesehen und weiterverwendet werden.


In der Bionik werden beispielsweise natürliche Materialien analysiert und auf Verwendbarkeit hin untersucht. Ich habe einen Vortrag über die Spinnenseide ausgearbeitet und folgende Quellen verwendet.
Das Geheimnis der Spinnenseide
Spinnenseide: Hochleistungsfaden der Natur
Spinnenseide gentechnologisch erzeugbar
Künstliche Spinnenseide hergestellt
Spinnenseide im Reagenzglas züchten
Die wichtigsten Bilder sind in einem Pdf-Dokument zusammengefasst.